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Dieses Gästebuch gehört Dietmar Jendreyzik




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Name:
Uwe Adamski (uwe.adamsk@arcor.de)
Datum:Sa 29 Mai 2010 01:02:20 CEST
Betreff:Gewalt gegen Schüler, Kommentare von Karl Heinz und Jürgen
 

Hallo,

da dieses Thema nun zur Zeit en vogue zu sein scheint, einige Ergänzungen und Denkanstöße von mir dazu. Ich selbst war Fabryaner von 1967 bis 1973 unter den Klassenlehrern Stein, Schlechtriem und Carstens.
Einiges zum Thema habe ich ja schon in den "Erinnerungen an .." bzw. den Lehrerportraits von mir gegeben.
Rahmensituation war halt die, daß in NRW als letztem Bundesland überhaupt erst 1971 die Prügelstrafe an Schulen per Erlaß verboten wurde. Bis dahin standen unsere Pauker zumindest juristisch auf halbwegs sicherem Ufer.

Geschlagen wurden wir von den Herren Stein, Schmelz und (seltenst) Stodt, jedoch nie im Affekt, sondern als seinerzeit noch weitgehend akzeptierte pädagogische Maßnahme bei Unbotmäßigkeiten. Viele werden sich noch an den verabreichten "Honig" von Herrn Stein (10 Hiebe aufs Hinterteil) oder die berühmten "Doppelklatscher" von Herrn Schmelz erinnern. Letztere haben die meisten von uns wohl als eher harmlos empfunden, zumal sie von Herrn Schmelz am Ende des Schuljahrs gelegentlich "freiwillig" verteilt und von uns auch als kleine Mutprobe angenommen wurden.
Bei Herrn Stodt kann ich mich an einen einzigen Fall von verpaßten Ohrfeigen erinnern (versuchter Hausaufgabenbetrug eines Mitschülers), ansonsten haben uns die spannenden Lesungen aus Jack London´s "Wolfsblut", die nicht Bestandteil des Lehrplans waren und von Herrn Stodt auf eigene Kappe genommen wurden, hell begeistern können.

Die meisten unserer weiteren Pauker galten als autoritär, ohne zu prügeln, waren aber oft gleichzeitig Asse in der didaktischen Wissensvermittlung. Julius Boden ist für mich bis heute mein absolut bester Sprachenlehrer geblieben, obwohl er z.B. einen Schüler nach einer Schneeballschlacht willkürlich dem Direx vorführte, indessen der Schüler nachweislich mit der "Aktion" nichts zu tun hatte.
Einige werden sich vielleicht auch noch an verschärfte "ad hoc - Benotungen" während des Flötenunterrichts durch Herrn Gödde erinnern, der sich wohl durch zahlreiche Fehlleistungen von uns mehr oder weniger unmusikalischen Jungs genervt sah und reihenweise Fünfen verteilte. Derartige Formen von Ungerechtigkeit haben mich persönlich mehr getroffen als gelegentliche, berechtigte Körperstrafen.

Generell war wohl die Absicht der Mehrheit des Kollegiums, uns Jungs durch Ausübung von "Autorität" in verschiedenen Formen kurz zu halten und so die nötige Disziplin zu wahren.
Darüber hinaus war das in unserer Zeit auch der gängige Erziehungsstil in vielen Elternhäusern und wurde als legitimes Mittel zur Disziplinierung insbesondere von Jungs anerkannt.

Ich würde Dietmar bitten, falls sich zu diesem Thema noch mehr "Betroffene" äußern, die Beiträge evtl. zu sammeln und in die Rubrik "Erinnerungen an..." zu übertragen, um einen besseren Überblick zu erhalten.

 
 
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Name:
Jürgen Barmann 1973 c (ottoman@sofortsurf.de)
Datum:Mo 24 Mai 2010 00:37:41 CEST
Betreff:Gewalt in der Schule - Ein Komentar zum Posting vom 6. Mai 2010
 

Es scheint absolut "IN" zu sein, heute, 30 oder 40 Jahre später, derartige Dinge auszugraben und zu dramatisieren. Damals, das waren völlig andere Zeiten. Wenn ich einen Vergleich zu den heutigen Zuständen an den Schulen ziehe, dann waren das eindeutig die besseren Zeiten. Wo uns der ganze weichgespülte Psycho-Unfug der letzten Jahrzehnte hingebracht hat, das sehen wir ja heute.

Nein, ich bin nicht für Gewalt. Ich bin für einen respektvollen Umgang miteinander und für eine wirkliche Erziehung von Kindern und Jugendlichen, einem begleiteten Heranwachsen.

Herr Stodt war 3 Jahre mein Klassenlehrer und aus meiner Sicht einer der besten Lehrer des damaligen Lehrerkollegiums, auch wenn manchmal ein Schlüssel durch die Klasse flog. Dafür gab es aber stets auch einen Grund. Herr Stein, mein Geschichtslehrer, war einer der meistgequältesten Lehrer an der Schule und diejenigen, die Ihn als Pädogogen oder als Mensch am stärksten gequält haben, mußten einfach irgendwann mit einer Reaktion rechnen! Die meistens ja zuerst in Form von Strafarbeiten kam.

Wenn jemand tatsächlich misshandelt wurde, sich mißhandelt gefühlt hat, warum wurde damals nichts unternommen?

Das wäre der richtige Weg gewesen... und nicht das Gästebuch für Ehemalige!

Viele Grüße

JB

 
 
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Name:
Karl-Heinz (Karl-H.Herzog@t-online.de)
Datum:Do 06 Mai 2010 15:32:10 CEST
Betreff:Gewalt in der Schule?
 

Hallo liebe Ehemalige,

was mich am Gästenuch wundert ist, dass gerade von den älteren Jahrgängen niemand das Thema Gewalt von Lehrern gegen Schüler anspricht. Ich denke, jeder aus der Zeit vor ca. 1970 kann beichten, mit welcher manchmal hohen Brutalität Schüler geschlagen oder gar gequält wurden. Damit wir uns nicht missverstehen: Ich rede nicht von zu Recht verteilten Doppelbackpfeifen an erwischte Störrnfriede!

Mir geht es darum in dieser unserer Zeit kar anzusprechen das zum Beispiel Kinder von Lehrern wie Herrn Becker oder Herrn Stodt brutal geschlagen oder mit dem Schlüsselbund aus hartem Metall beworfen wurden. Herr Stein griff sich zu meiner Zeit einen nicht besetzten Stuhl und rannte diesen schwingend hinter einem flüchtenden Schüker her. Zum Glück hat er den Kameraden nicht gekriegt.

Nutzt die Gelegenheit dieses Gästebuches nicht nur dazu, die Vergangenheit zu beschönigen. Melde sich doch bitte mal ein ehemaliger Schüler, der Mathematik bei Herrn Becker hatte und sich kopfüber auf die erste Bank legen musste, um mit dem über einen Meter großen Holzlineal den Hintern versohlt zu bekommen.

Auch derartige Erinnerungen Ehemaliger sollten zur Sprache kommen. Oder habe ich das alles nur geträumt? Auf gehts, schreibt was dazu!

Euer Kalle
Jakrgang 1970 / 10b

 
 
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Name:
Lothar Bochem (lotharbochem@hotmail.de)
Datum:Do 15 Apr 2010 23:08:26 CEST
Betreff:Gruß an alle Fabryaner
 

Liebe Gründungsmitschüler, liebe Fabryaner,
heute, als nun seit einem Jahr " Ruheständler", mit 66 Jahren ( Klingeling!!: Song von Udo Jürgens ) habe ich mir die Zeit genommen, einmal etwas intensiver die Seiten unserer ehemaligen Schule anzusehen.Es sind viele interessante Geschichten und Informationen hinzugekommen, etliches ist mittlerweile auch aus der Gründerzeit hinzugefügt worden. Eine solche web- site zu pflegen, sie überhaupt erst einmal angelegt zu haben, sie immer auf den neuesten Stand zu bringen, dazu gehört schon einiges an Erfahrung, Organisationstalent und vor allem auch Liebe zum Detail und zur ehemaligen Schule. Also, sage ich mir, wenn ich mir das Gästebuch und die Eintragungen betrachte und lese, die ja letztendlich aus allen Altersstufen kommen, bin ich, und das war ich eigentlich immer, sehr stolz auf "meine" Schule.Im nächsten Jahr feiern die ersten Jahrgänge ihre Entlassung vor 50 Jahren. Ich hoffe, dass "unsere" Schule dieses Datum im April auch zum Anlass nimmt, mit seinen "ersten" Ehemaligen zu feiern. Ich war enttäuscht, dass zum 50 jährigen Gründungsjubiläum der Erstjahrgang offiziell nicht eingeladen war. Diese Aufgabe hat unser lieber Dietmar übernommen, dafür sei Dir hier noch einmal herzlich gedankt, ebenso für Deine nicht hoch genug einzuschätzende Arbeit mit der Pflege dieser web-site.
Nun, liebe Freunde, seht sie euch an, die Alten, sie haben zu 90% ihrer Schule alle Ehre gemacht. Sie sind und waren in Politik, Handel, Wirtschaft und Industrie, gestandene Fachkräfte überwiegend im Führungsbereich. Auf solche Ehemaligen kann eine Schule stolz sein, man sollte sie nicht einfach vergessen.
Eigentlich wundere ich mich darüber, dass keine Einträge oder Kommentare im Gästebuch und nur wenige in anderen Bereichen von den Erstschülern zu finden sind. Nun gut, meine umfangreicheren Aktivitäten begannen ja auch erst mit der Englandfahrt.
Bis bald
Lothar Bochem

 
 
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Name:
Brust Hartmut (hartmutbrust@t-online.de)
Datum:Sa 13 Mär 2010 14:02:57 CET
Betreff:Fabry
 

hallo erstmal ,
war mal neugierig , nett sich mal wieder auf dem einschulungsfoto zusehen.
ist dieses jahr wieder ein treffen geplant ???
herzlichen gruß H.Brust

 
 


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